Ausgedient und entsorgt

Die BVK hat im „Rosengarten“ und dem „Hortensiengarten“ die Holzbänke ersetzt, durch solche aus Stahl und Beton, angeblich damit keine Latten mehr entfernt werden können.

Das waren die Bänke. Anstatt die Latten (altersbedingt) zu ersetzen, wurden sie für gutes Geld durch die Verwaltung BVK entsorgt. Als Begründung gab Frau Walder an, dass die Latten mutwillig entfernt wurden – das stimmte für einen der insgesamt zwölf entsorgten Bänke, bei den anderen waren lediglich die Latten etwas bemost, nach 15 Jahren.
Das sind die neuen Bänke: kalt, formlos, unangenehm zum Sitzen. Mit den Holzbänken verschwand eines der charakteristischen Gestaltungselemente unserer Siedlung. Diesem „unkaputtbaren“ Modell fehlt der Anspruch auf Ästhetik und die Montage auf die nicht mehr passenden Sockel wirkt liderlich.
Von den zwölf Bänken wurden sechs kostenpflichtig entsorgt , drei fanden einen privaten Abnehmer und drei bekommen ein zweites Leben im Stadtpark von Kloten, wo sie mit frischen Latten versehen die Bevölkerung zum Ausruhen einladen werden.

Nächste Jahr sollen die Bänke in der Binzallee entfernt werden:

Das Ersetzen der Bänke soll nächstes Jahr weitergehen. Die Binzallee ist aber nicht einfach ein privates Gelände – bei seiner Gestaltung hatte die Stadt Zürich unter anderem Ansprüche an die Gestaltung gestellt. Mit den Absichten der stets intransparenten BVK-Planung ist nicht sicher, wohin die ästhetische Reise geht – vgl. dazu die neueren Ausführunge auf dem Platz, <Brunnen> und <schattenlose Sitzgruppe>.
Wer lieber auf den neuen Metallbänken sitzt, mag diesen Blogpost gerne wegklicken. Wer die bestehenden Bänke erhaltenswert findet, darf sich gerne dazu äussern.

Wenn Geld da ist, die Bänke zu ersetzen, so könnte das Geld eingesetzt werden, um zusätzliche Sitzgelegenheiten zu schaffen, z.B. mit mehr Stühlen oder zusätzlichen Bänken.

6 Gedanken zu „Ausgedient und entsorgt

  1. Lieber Kaspar,
    Wir sind auch empört darüber, dass die schönen Holzbänke durch diese hässlichen Stahl-/Betonbänke ersetzt wurden.
    Das ist eine Verschlechterung der Qualität unseres Quartiers, mit unserem Geld. (Wir nehmen an, das wird mit unseren Nebenkosten bezahlt). Wie sehen nicht ein, warum wir so etwas finanzieren müssen. Die Unterhalt/Renovierung der Holzbänke ist sicherlich machbar.
    Wenn genügend Leute sich dagegen äussern, könnte man es bei der Verwaltung melden und eine Umfrage bei alle Bewohnern des Quartiers verlangen.
    Liebe Grüsse,
    Isabelle&Christophe

  2. Lieber Kaspar.
    Danke für den Hinweis. Was Aufwand und Pflege erfordert wird lieber durch etwas Vandalensicheres (und Hässliches) ersetzt. Auf diesen kalten Metallbänken sitzt niemand gerne. Das ist eine Einbusse an Qualität unseres Aussenraumes, den wir mit unseren Mieten ja mitbezahlen. Weisst du wer das verfügt hat, die Eigentümerin oder die Verwaltung?
    Ich schliesse mich Nadjas Frage an: kann man was dagegen unternehmen?
    Lieber Gruss
    Christina

  3. Lieber Kaspar,
    Auch ich finde es nicht nur schade sondern empörend. Die Bänke sollten im Sinne der Nachhaltigkeit und Ästhetik revidiert werden. Punkt.
    Sollten wir uns in irgendeinerweise dagegen wehren können wäre ich dabei.
    Vielen Dank für deinen Beitrag
    Nadia

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